Wie dein Hund zur Ruhe finden kann

Veröffentlicht am 27. Februar 2026 um 10:38

Viele Hunde haben Schwierigkeiten, sich selbstständig zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.
Das ist nicht weiter verwunderlich, denn viele leben in einem recht angespannten Umfeld. Schlechte Nachrichten aus den Medien, Druck im Job und die vielen Verpflichtungen, die wir jonglieren, belasten nicht nur uns Menschen. Kinder benötigen Aufmerksamkeit und da ist auch noch der Hund, den man sich oft ganz anders vorgestellt hat....

Nicht jeder Tag verläuft nach Plan; Füttern und Gassi gehen müssen oft im Eiltempo erledigt werden. Die Leine zieht auf beiden Seiten während des Spaziergangs, und zum Schnüffeln bleibt kaum Zeit, denn der nächste Termin drängt sich bereits auf. Auch die Stolpersteine in der Hundeerziehung sind nicht zu unterschätzen. Kaum Zuhause angekommen, scheint der Hund erst richtig aktiv zu werden, obwohl du dir wünschst, dass er zufrieden ist – so hattest du dir das eigentlich nicht vorgestellt!

 

Kommst dir das einwenig bekannt vor?

Das Leben ist oft unberechenbar, und nicht alles lässt sich planen. Die Unruhe und der Stress um uns herum setzen auch unseren Hunden zu. Wie sollen sie in einem solchen Umfeld Ruhe finden? Es gelingt kaum, uns selbst zu entspannen, geschweige denn unseren Hunden. Natürlich kannst du ihn in sein Körbchen schicken oder ihm ein Signal geben, damit er sich hinlegt. Aber entspannt ist er nicht, denn das Gefühl hat sich nicht geändert und echte Ruhe und Entspannung können nicht einfach angeordnet werden.


Jedoch kannst du ihm mit einer einfachen Übung helfen, diese zu finden:

Wenn die Sonne scheint, gönnt euch einen entspannten Spaziergang anstelle der üblichen Route. Wählt eine verkürzte Strecke und sucht euch einen schönen, ruhigen Ort – idealerweise eine Bank oder einen Baumstamm – an dem es möglichst wenig Ablenkung gibt. Keine anderen Hunde und keine Radfahrer, nur die Natur.

So geht’s:

  • Setze dich spürbar hin, vielleicht mit einem Ritual wie „Ahhh, ist das hier schön“, und versinke in deine Gedanken.
  • Lass deinen Hund schnüffeln, buddeln und beobachten – ohne einzugreifen. Ob du ihn an deiner Bank mit einer 5 / 10 m langen Leine ganz entspannt anbinden oder frei herumlaufen lässt, gib ihm die Zeit, seine Umgebung in Ruhe zu erkunden.
  • Keine Stöckchen, keine Bälle, kein Reden – nur sanfte Streicheleinheiten, wenn er von sich aus zu dir kommt.
  • Warte geduldig, bis er sich selbst niederlegt und sichtbar entspannt. Vielleicht dauert das 30 Minuten, aber das hast du eingeplant. Oft geht es schneller als gedacht, denn irgendwann wird der begrenzte Radius langweilig für ihn.
  • Verweile noch einige Minuten in dieser Ruhe, wenn dein Hund entspannt liegt, bevor ihr den Spaziergang fortsetzt.
  • Steh ruhig auf und setzt euren Weg fort – mit der neu gewonnenen Gelassenheit im Gepäck.

Das Ziel ist, dass dein Hund selbstständig zur Ruhe findet und du diese Entspannung auf den restlichen Spaziergang übertragen kannst. Integriere diese Übung mindestens einmal pro Spaziergang, und du wirst feststellen, dass dein Hund nach euren Ausflügen nicht nur zufriedener, sondern auch ruhiger ist. Je öfter du diese Übung machst, desto einfacher wird es für ihn.
Probiere es heute aus und teile uns mit, wie dein Hund reagiert hat. Welche Impulse zur Ruhe hast du beobachtet?

 

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