
Wusstest du ....?
Es gibt Sinniges, Unsinniges, Nützliches und Dinge die die Welt nicht braucht.
Hier findest du Tipps aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz.
Nimm dir mit, was da davon gebrauchen kannst und für gut erachtest.
Was dir nicht gefällt lass es einfach liegen, vielleicht kann der nächste mehr damit anfangen:-)
Hund on Tour: Entspannt im Restaurant dank dem „Decken-Trick“
Ein gemütlicher Besuch im Café oder Restaurant nach einem ausgedehnten Spaziergang ist eine feine Sache. Damit der Ausflug auch für deinen Hund absolut stressfrei bleibt, hilft ein simpler, aber extrem effektiver Alltags-Tipp: Nimm immer eine vertraute Decke oder ein Handtuch von zu Hause mit.
- Mein Geheimtipp: Kleine Badezimmer-Teppiche mit gummierter Unterseite eignen sich ideal! Sie rutschen selbst auf glatten Fliesen nicht weg und saugen Feuchtigkeit perfekt auf, falls dein Hund vom Spaziergang noch feucht ist.
Warum ein fester Liegeplatz kleine Wunder bewirkt
Viele Hunde lernen unglaublich schnell über Rituale und feste Verknüpfungen. Wenn du die Decke auf den Boden legst, signalisiert das deinem Hund sofort: „Hier lassen wir uns jetzt nieder, hier darfst du dich entspannen und zur Ruhe kommen.“
Die großen Vorteile für deinen Hund:
- Vertrauter Heimatgeruch: Die Decke riecht nach Zuhause. Das wirkt wie ein eingebauter Geborgenheitsreiz und schenkt deinem Hund in fremden, trubeligen Umgebungen sofort Sicherheit.
- Schutz vor Kälte: Der Stoff bietet einen warmen, weichen Untergrund. Das ist um ein Vielfaches angenehmer als der harte, kalte und oft zugige Fliesen- oder Holzboden im Lokal.
- Klare Erwartungssicherheit: Dein Hund weiß durch das Ritual genau, was von ihm erwartet wird: „Solange die Decke hier liegt, bleiben wir an diesem Ort.“
Aus dem Nähkästchen: Warum du dafür kein eigenes Training brauchst!
Als Hundetrainerin verrate ich dir jetzt ein Geheimnis: Meine eigenen Hunde haben nie ein klassisches Deckentraining absolviert. Trotzdem hat die Decke für sie überall eine fast magische Wirkung!
Der Grund dafür ist eine ganz einfach: tägliche Routine!
Wenn ich zu Hause das Futter für meine Wolltiger zubereite, lege ich ihnen in der Küche Flickerlteppiche auf ihre festen „Warteplätze“. Dort machen sie es sich bequem und warten voller Vorfreude geduldig ab. Diese positive Verknüpfung („Decke bedeutet gemütlich warten und entspannen bis das essen kommt“) nehmen sie überallhin mit. Egal, wo ich unterwegs eine Decke ausbreite: Sie wissen sofort, was Sache ist, und lassen sich liebend gerne darauf nieder.
Und ganz ehrlich: Wenn ich im Restaurant bin oder an einer Fortbildung teilnehme, ist es doch nicht weiter schlimm, wenn meine beiden dann auch eine Kaustange zum Knabbern bekommen.
Ein Gewinn für alle Beteiligten
Nicht nur dein Hund profitiert von seiner tragbaren Ruhe-Oase. Auch für die anderen Gäste und das Servicepersonal ist die Decke ein echter Segen. Ein Hund, der gelernt hat, entspannt auf seinem Platz zu liegen, blockiert keine Laufwege, stolpert nicht in die Kellner hinein und sorgt für ein harmonisches Miteinander.
Die Decke ist also weit mehr als nur ein Stück Stoff – sie ist euer Ticket für entspannte, gemeinsame Ausflüge!
Du möchtest das Thema professionell angehen?
Ein richtiges Deckentraining, bei dem dein Hund auf Signal seinen Platz zu Hause ansteuert, dort verlässlich zur Ruhe kommt und die Decke als sicheren Hafen annimmt, ist ein fantastisches Werkzeug für den Alltag. Genau das bauen wir gerne Schritt für Schritt in einer gemeinsamen Trainingsstunde auf! -> Hier geht es direkt zum Kontakt.
Wasser für unterwegs: Der perfekte Trink-Fahrplan beim Wandern
Planst du eine längere Spaziergunde oder eine ausgiebige Wandertour mit deinem Hund? Wer viel läuft, bekommt Durst – das gilt für uns Zweibeiner genauso wie für unsere Fellnasen. Doch unterwegs einfach auf Bäche oder Pfützen zu hoffen, kann gefährlich sein (Stichwort: Krankheitserreger oder Blaualgen). Deshalb gehört ausreichend frisches Wasser immer in den Rucksack.
Das Beste daran: Du brauchst dafür keine teuren Spezialflaschen aus dem Zoohandel. Eine einfache, ausgewaschene Mineralwasserflasche erfüllt den Zweck perfekt, schont den Geldbeutel und ist nachhaltig.
Warum kleine Näpfe die beste Wahl sind (selbst für Riesen!)
Ich empfehle dir, für unterwegs einen kleinen, faltbaren Napf oder eine leichte Schale einzupacken. Lass dich dabei nicht von der Größe deines Hundes täuschen: Meine Bouvier des Flandres wiegen immerhin zwischen 35 und 62 kg – und dennoch haben wir auf Touren immer nur faltbare Näpfe mit rund 300 ml Fassungsvermögen und ca. 12 cm Durchmesser dabei!
Aus diesen drei Gründen sind kleine, tiefere Näpfe ideal:
- Perfekt für die Hundeanatomie: Hunde trinken nicht wie wir, sondern sie „löffeln“ das Wasser, indem sie ihre Zunge im Napf nach hinten biegen. Ein kleiner, aber tieferer Napf sorgt für den nötigen Wasserstand, damit der Hund seine Zunge richtig eintauchen und effektiv trinken kann.
- Keine Keimschleuder: Schlabberwasser ständig zurück in die Flasche zu gießen, ist unhygienisch. Was in den kleinen Napf gegossen wird, trinkt der Hund meist komplett aus. Falls Reste bleiben, schüttest du sie einfach weg, ohne deinen sauberen Vorrat in der Flasche zu verunreinigen.
- Gesunde Portionsgröße: Maximal 300 ml Wasser auf einmal sind unter Anstrengung eine absolut gesunde Menge – selbst für große Hunde (bei kleineren Rassen füllst du entsprechend weniger ein).
Der Trink-Rhythmus: Pausen richtig managen
Besonders bei Temperaturen über 22 °C verliert dein Hund durch das Hecheln enorm viel Flüssigkeit, um seine Körpertemperatur zu regulieren. Lege daher alle 30 bis maximal 45 Minuten eine kurze Trinkpause ein.
Mit einer 1,5-Liter-Flasche im Rucksack kommst du auf etwa fünf großzügige Trinkpausen. Das reicht locker für eine dreistündige Wanderung!
Profi-Tipps für die Rast unterwegs:
- Frische-Upgrade nutzen: Wenn du unterwegs an einer sicheren Quelle oder Berghütte vorbeikommst, nutze jede Gelegenheit zum Nachfüllen. Schütte das alte, warm gewordene Wasser ruhig weg und ersetze es durch kühles, frisches Wasser – das schmeckt deinem Hund viel besser.
- Trinkstreik? Keine Panik! Wenn dein Hund an einem Stopp nichts trinken möchte, ist er oft einfach noch zu aufgeregt oder innerlich schon leicht überhitzt. Mein Tipp: Setz dich entspannt hin, atme durch und mach selbst eine aktive Pause. Nach 10 bis 15 Minuten kommt das Hundegehirn zur Ruhe, und plötzlich fällt ihm ein, dass er ja doch Durst hat. Wenn nicht: Wasser wegschütten und beim nächsten Stopp frisch anbieten.
Wichtig: Wenn der Hund mehr will – sag auch mal „Nein“!
Solltest du den Napf sofort nachfüllen, wenn dein Hund gierig mehr verlangt? Nein, absolut nicht! Dein Hund kann seinen tatsächlichen Bedarf in diesem Moment nicht selbst einschätzen – diese Verantwortung liegt ganz bei dir.
Zu große Wassermengen auf einmal können das empfindliche Säure-Basen-Verhältnis im Körper gefährden. Schlimmer noch: Wenn ein erhitzter Hund zu viel kaltes Wasser auf einmal in den Magen stürzt, kann das zu schmerzhaften und lebensgefährlichen Koliken oder Kreislaufproblemen führen.
Die goldene Regel lautet daher: Lieber häufiger kleine Portionen anbieten als einmalig den Bauch vollzuschlagen. Merkst du, dass dein Hund extremen Durst hat, reduziere sofort das Wandertempo. Und denke daran: Ab einer Außentemperatur von 28 °C besteht für Hunde generell akute Hitzschlaggefahr – hier solltet ihr sportliche Aktivitäten komplett abbrechen und in den kühlen Schatten flüchten.
Wichtiger Hinweis zu meinen Praxis-Tipps
Die hier aufgeführten Tipps und Ratschläge basieren ausschließlich auf meinen persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag mit meinen eigenen Hunden sowie meiner Arbeit als Hundetrainerin. Es handelt sich um Methoden und Ansätze, die sich für mich und meine Hunde in der Praxis bewährt und uns das Zusammenleben erleichtert haben.
Da jeder Hund und jedes Mensch-Hund-Team absolut individuell sind, kann ich keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder allgemeine Wirksamkeit der Tipps übernehmen. Wenn du diese Ansätze in deinem Alltag umsetzt, erfolgt dies ausschließlich auf dein eigenes Risiko und in deiner eigenen Verantwortung.